Bauordnungsrechtliche Zulässigkeit von Holzbau in Gebäudeklasse 4 und 5

Übersicht Zulässigkeit von Holzbau in Deustchland

Bedingt durch das föderale System in Deutschland mit 16 Bundesländern existieren 16 zum Teil unterschiedliche Bauordnungen. Die zulässige Verwendung brennbarer Baustoffen (z.B. Holz) für bestimme Gebäudetypen wird in der jeweiligen Bauordnung geregelt. Insbesondere bei der Zulässigkeit von brennbaren Baustoffen nehmen die Unterschiede in den Bauordnungen aufgrund der föderalen Strukturen stark zu.

Vorreiter für die Zulässigkeit vom Baustoff "Holz" bis zur Hochhausgrenze (Gebäudeklasse 5) war die am 1. März 2015 veröffentlichte Landesbauordnung Baden-Württembergs. Bei dieser wird in §26 (3) definiert, "das tragende oder aussteifende sowie raumabschließende Bauteile, die hochfeuerhemmend oder feuerbeständig sein müssen, aus brennbaren Baustoffen zulässig sind, wenn die geforderte Feuerwiderstandsdauer nachgewiesen wird und die Bauteile so hergestellt und eingebaut werden, dass Feuer und Rauch nicht über Grenzen von Brand- oder Rauchschutzbereichen, insbesondere Geschosstrennungen, hinweg übertragen werden können."

Inzwischen hat auch Berlin und Hamburg ihre Bauordnungen entsprechend verändert und öffnen damit die Möglichkeit des geregelten Holzbaues bis zur Hochhausgrenze. In vielen weiteren Bundesländern sind Tendenzen einer Anpassung dahingehend erkennbar.

Auf der anderen Seite existieren jedoch auch Bauordnungen, die selbst für Gebäude der Gebäudeklasse 4 keinen Holzbau zulassen, obwohl dies bereits 2002 durch die Musterbauordnung als Orientierungsdokument in die Länder einfließen sollte.

Die Sachverhalte sind der Grund, warum eine übersichtliche und aktuelle Zusammenstellung der zulässigen Verwendung von brennbaren Baustoffen für Gebäudeklasse 4 und 4 für die 16 Bundesländer notwendig ist und hier runtergeladen werden kann.